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Tränende Augen beim Hund: Ursachen, Warnsignale und was Ernährung damit zu tun hat

26. Mai 20267 Min. Lesezeit364 Aufrufe
Tränende Augen beim Hund: Ursachen, Warnsignale und was Ernährung damit zu tun hat

Hunde kommunizieren viel über ihre Augen – und manchmal signalisieren genau diese Augen, dass etwas nicht stimmt. Tränende oder feuchte Augen gehören zu den häufigsten Beobachtungen, die Hundehalter machen und die Fragen aufwerfen: Ist das normal? Sollte ich mir Sorgen machen? Und was kann ich selbst tun?

In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über tränende Augen bei Hunden – von den möglichen Ursachen über Warnsignale bis hin zu natürlichen Unterstützungsmaßnahmen, bei denen auch die Ernährung eine überraschend wichtige Rolle spielt.

Warum tränen Hundeaugen überhaupt?

Tränen sind zunächst einmal etwas vollkommen Natürliches. Sie schützen die Hornhaut, befeuchten die Augenoberfläche und spülen kleine Fremdkörper heraus. Wenn die Tränenprodukton jedoch dauerhaft erhöht ist oder der Abfluss gestört wird, entstehen die feuchten Augen, die viele Hundebesitzer besorgen.

Die medizinische Bezeichnung für übermäßige Tränenproduktion lautet Epiphora. Sie ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom – verursacht durch eine Vielzahl möglicher Auslöser.

Die häufigsten Ursachen für tränende Augen beim Hund

Allergien

Ähnlich wie beim Menschen können Hunde auf Umweltallergene reagieren. Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelsporen oder bestimmte Futterbestandteile können eine allergische Reaktion auslösen, bei der die Augen zu den ersten betroffenen Stellen gehören. Typische Begleiterscheinungen sind Niesen, Juckreiz und gerötete Haut.

Besonders interessant: Auch Futterallergien können sich in Form von tränenden Augen äußern. Wenn der Körper auf bestimmte Proteinquellen oder Zusatzstoffe im Futter reagiert, kann das Immunsystem eine systemische Entzündungsreaktion auslösen, die sich auch an den Augen zeigt.

Reizungen durch Umweltfaktoren

Rauch, Staub, Reinigungsmittel oder chemische Dünger im Garten – all das kann die empfindlichen Augen deines Hundes reizen. Auch starker Wind oder Zugluft beim Autofahren mit dem Kopf aus dem Fenster führt häufig zu vorübergehend tränenden Augen.

Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Eine der häufigsten Augenerkrankungen bei Hunden ist die Bindehautentzündung. Sie kann bakteriell, viral oder allergisch bedingt sein und zeigt sich meist durch Rötung, Schwellung, Ausfluss und vermehrte Tränenproduktion. Ohne Behandlung kann sie sich ausbreiten oder zu einer chronischen Erkrankung werden.

Rassebedingte Veranlagungen

Bestimmte Hunderassen sind anatomisch anfälliger für Augenprobleme. Brachyzephale Rassen – also Hunde mit kurzer Schnauze wie Bulldoggen, Mopse oder Französische Bulldoggen – haben oft flache Augenhöhlen und prominente Augen, die weniger gut geschützt sind und leichter gereizt werden.

Rassen mit langem Fell rund ums Gesicht, wie Shih Tzus oder Malteser, haben häufig das Problem, dass Haare direkt ans Auge reiben oder die Tränenkanäle blockieren. Auch genetisch bedingte Zustände wie das Cherry Eye (Vorfall der Nickhautdrüse) oder Entropion (nach innen gedrehtes Augenlid) kommen bei bestimmten Rassen häufiger vor.

Verstopfte oder fehlgebildete Tränenkanäle

Wenn die Tränenkanäle verengt oder blockiert sind, können Tränen nicht mehr ordnungsgemäß abfließen. Sie sammeln sich am inneren Augenwinkel und laufen über das Fell – oft sichtbar als bräunliche oder rötliche Verfärbung unterhalb der Augen, bekannt als Tränenflecken.

Fremdkörper im Auge

Grashalme, Staubpartikel, Insekten oder andere kleine Objekte können sich im Auge festsetzen und starke Reizungen sowie Tränenfluss auslösen. Wenn dein Hund plötzlich anfängt zu zwinkern und zu kratzen, solltest du das Auge vorsichtig inspizieren – aber niemals selbst versuchen, einen Fremdkörper mit einem Gegenstand zu entfernen.

Trockene Augen (Keratokonjunktivitis sicca)

Paradoxerweise können zu trockene Augen ebenfalls zu erhöhtem Tränenfluss führen. Der Körper versucht dabei, die fehlende Befeuchtung durch vermehrte Tränenproduktion zu kompensieren. Trockene Augen entstehen oft durch Autoimmunerkrankungen, Medikamentennebenwirkungen oder einfach durch das Altern.

Ernsthaftere Augenerkrankungen

In seltenen Fällen können tränende Augen auf schwerwiegendere Erkrankungen hinweisen, darunter Glaukom (erhöhter Augeninnendruck), Hornhautulzera oder Tumoren. Diese Erkrankungen erfordern sofortige tierärztliche Behandlung.

Wann sind tränende Augen normal – und wann nicht?

Gelegentlicher Tränenfluss ist in den meisten Fällen harmlos. Nach dem Aufwachen, bei Wind, nach dem Spielen oder kurz nach dem Kontakt mit einem leichten Reizstoff können die Augen vorübergehend tränen – genauso wie bei uns Menschen.

Beunruhigend wird es, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Dauerhaft tränende oder feuchte Augen über mehrere Tage hinweg
  • Rötung oder Schwellung der Augenlider oder Bindehaut
  • Gelblich-grünlicher oder eitriger Ausfluss
  • Anhaltend starkes Zwinkern oder Blinzeln
  • Dein Hund reibt sich die Augen mit den Pfoten
  • Sichtbare Veränderungen der Hornhaut oder Trübung des Auges
  • Anzeichen von Schmerzen oder verändertes Verhalten

Wenn du eines oder mehrere dieser Zeichen beobachtest, solltest du zeitnah einen Tierarzt aufsuchen. Augenprobleme können sich schnell verschlechtern, und eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend.

Behandlungsmöglichkeiten im Überblick

Tierärztliche Diagnostik als erster Schritt

Da tränende Augen viele verschiedene Ursachen haben können, ist eine genaue Diagnose unerlässlich. Der Tierarzt wird das Auge untersuchen, möglicherweise einen Schirmer-Tränentest durchführen (um die Tränenproduktion zu messen) und bei Verdacht auf Infektionen einen Abstrich nehmen.

Medikamentöse Behandlung

Je nach Ursache kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz: Antibiotische Augentropfen bei bakteriellen Infektionen, Antihistaminika bei allergisch bedingten Symptomen oder spezielle Augentropfen zur Behandlung von Trockenheit oder erhöhtem Augeninnendruck.

Regelmäßige Augenpflege

Bei Hunden mit anatomischer Veranlagung zu Tränenflecken kann eine regelmäßige, schonende Reinigung der Augenwinkel mit steriler Kochsalzlösung oder speziellen Augenpflegetüchern helfen, Verkrustungen und Bakterienwachstum zu reduzieren. Verwende dabei niemals menschliche Produkte ohne tierärztliche Empfehlung.

Anpassung der Umgebung

Luftreiniger in der Wohnung, das Vermeiden von Passivrauch, das Wechseln von Bettwäsche und Hundedecken bei Milbenallergie – solche Maßnahmen können den Unterschied machen, wenn dein Hund auf Umweltreize reagiert.

Chirurgische Eingriffe

Bei anatomischen Fehlstellungen wie Entropion oder bei Verengungen der Tränenkanäle kann ein operativer Eingriff notwendig sein, um das Problem dauerhaft zu beheben.

Die Rolle der Ernährung bei der Augengesundheit

Jetzt kommt ein Aspekt ins Spiel, den viele Hundehalter unterschätzen: Die Ernährung hat direkten Einfluss auf die Augengesundheit deines Hundes.

Eine hochwertige, artgerechte Ernährung – wie sie das Barf-Prinzip vorsieht – versorgt den Körper mit allen notwendigen Mikronährstoffen, die für gesunde Schleimhäute, ein gut funktionierendes Immunsystem und die Integrität der Augenstrukturen benötigt werden.

Omega-3-Fettsäuren für entzündungshemmende Wirkung

Besonders relevant sind Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und sowohl die Tränenproduktion als auch die Qualität des Tränenfilms verbessern können. Fisch ist eine der besten natürlichen Quellen dafür.

Produkte wie unser Lachsfilet oder unsere Sprotten sind reich an EPA und DHA – den biologisch verfügbaren Omega-3-Fettsäuren, die der Hundekörper direkt verwerten kann. Auch Nordseekrabben und Grönlandgarnelen liefern wertvolle marine Nährstoffe.

Vitamin A für die Augengesundheit

Vitamin A ist essenziell für die Gesundheit der Netzhaut und der Schleimhäute, zu denen auch die Bindehaut gehört. Ein Mangel kann zu trockenen Augen und erhöhter Infektionsanfälligkeit führen. Innereien wie Rinderleber, Kaninchenleber oder Ziegenleber sind natürliche Vitamin-A-Bomben und gehören beim BARF zu den wertvollsten Futterkomponenten.

Zink und Antioxidantien

Zink unterstützt die Immunfunktion und trägt zur normalen Sehkraft bei. Es findet sich in guten Mengen in Rindernieren, Rinderherz und anderen Innereien. Antioxidantien wiederum schützen die Augengewebe vor oxidativem Stress.

Proteinquellen und Allergieprävention

Wenn eine Futterallergie hinter den tränenden Augen steckt, kann ein Wechsel auf eine Monoproteindiät mit einer unbekannten Proteinquelle helfen. Gefriergetrocknetes Barf bietet hier den Vorteil, dass die Zusammensetzung genau bekannt ist und du gezielt mit einzelnen Zutaten arbeiten kannst.

Exotischere Proteinquellen wie Straußenfleisch, Ziegenfleisch, Pferdefleisch oder Kaninchenfleisch eignen sich hervorragend für Eliminationsdiäten, da viele Hunde diese Fleischsorten zuvor noch nie gefressen haben und daher keine Sensibilisierung vorliegt.

Gefriergetrocknet: Nährstoffe in maximaler Verfügbarkeit

Ein entscheidender Vorteil von gefriergetrocknetem Barf – wie es Nordic Barf anbietet – liegt in der schonenden Verarbeitung. Beim Gefriertrocknen werden die Lebensmittel zunächst schockgefroren und anschließend unter Vakuum getrocknet. Dabei bleiben hitzeempfindliche Vitamine, Enzyme und Fettsäuren erhalten, die bei herkömmlichen Trocknungsverfahren oder beim Kochen zerstört werden würden.

Das bedeutet: Die Nährstoffe, die für gesunde Augen, eine starke Immunabwehr und eine gute Schleimhautgesundheit wichtig sind, kommen tatsächlich dort an, wo sie gebraucht werden – in der Zelle deines Hundes.

Fazit: Hinschauen lohnt sich

Tränende Augen beim Hund sind ein Thema, das Aufmerksamkeit verdient – ohne Panik zu verbreiten. In vielen Fällen steckt eine harmlose, leicht behebbare Ursache dahinter. In anderen Fällen sind tränende Augen ein wichtiges Warnsignal, das nicht ignoriert werden sollte.

Als Hundehalter kannst du aktiv dazu beitragen, die Augengesundheit deines Vierbeiners zu fördern: durch regelmäßige Beobachtung, liebevolle Pflege, zeitnahe tierärztliche Kontrolle bei Auffälligkeiten – und durch eine Ernährung, die deinem Hund von innen heraus guttut.

Gefriergetrocknetes Barf von Nordic Barf bietet die natürliche Grundlage dafür: pure, unverfälschte Zutaten mit maximaler Nährstoffdichte – für einen Hund, der nicht nur gut frisst, sondern rundum gesund und vital bleibt.

Im Artikel erwähnte Produkte

Die passenden Trockenbarf-Sorten zu diesem Beitrag.

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