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AGEs in Hundefutter: Was die Wissenschaft über Hitze und Entzündungen sagt

24. Mai 20262 Min. Lesezeit1.2k Aufrufe

Was steckt wirklich in der Schüssel deines Hundes? Die meisten Hundebesitzer schauen auf die Zutatenliste – Fleischanteil, Rohprotein, Mineralien. Aber es gibt einen entscheidenden Faktor, der auf keinem Etikett steht: bei welcher Temperatur das Futter hergestellt wurde. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass dieser Aspekt enormen Einfluss auf die Gesundheit unserer Hunde haben kann – und er betrifft Trockenbarf, Gefriertrocknung und konventionelles Industrie-Hundefutter gleichermaßen.

Was sind AGEs – und warum sollten Hundehalter davon wissen?

AGEs steht für Advanced Glycation End-products, auf Deutsch: Fortgeschrittene Glykierungsendprodukte. Man kann sie sich wie chemische Rückstände vorstellen, die entstehen, wenn Zucker und Proteine unter starker Hitzeeinwirkung miteinander reagieren – ein Prozess, der als Maillard-Reaktion bekannt ist.

Im Alltag begegnen wir AGEs überall: in der Kruste eines gerösteten Brotes, im gebräunten Fleisch vom Grill, in Keksen und Chips. Für Menschen, die eine abwechslungsreiche Ernährung genießen, stellen moderate Mengen kein großes Problem dar. Doch für Hunde sieht die Situation grundlegend anders aus.

Die meisten Hunde fressen ihr ganzes Leben lang zwei Mal täglich dieselbe hochverarbeitete Mahlzeit. Diese chronische, tägliche Zufuhr von AGEs kann dazu führen, dass sich diese Verbindungen im Körper ansammeln. Die Folge: ein dauerhafter Entzündungszustand, der mit ernsthaften Erkrankungen wie Nierenerkrankungen, Arthritis und vorzeitiger Alterung in Verbindung gebracht wird.

Die Temperatur macht den Unterschied

Eine im renommierten Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition peer-reviewed veröffentlichte Studie (Kocadağlı, Clarke & Gökmen, 2026) hat erstmals systematisch verglichen, wie verschiedene Herstellungsverfahren die AGE-Belastung in Hundefutter beeinflussen. Die Ergebnisse sind eindeutig:

  • Konventionelles Kibble (Trockenfutter): wird bei Temperaturen von bis zu 180°C oder mehr extrudiert – dabei entstehen hohe Mengen an AGEs.
  • Nassfutter und hitzestabilisiertes „Frischfutter
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