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Nordic Barf
Ernährung & Fütterung

BARF-Zusätze: Was braucht dein Hund wirklich – und was nicht?

9. Juni 20263 Min. Lesezeit10.9k Aufrufe
BARF-Zusätze: Was braucht dein Hund wirklich – und was nicht?
Symbolbild: KI-generiert

Wer seinen Hund barft, kennt die Situation: Man steht im Zoofachhandel und blickt auf ein schier unendliches Regal voller Nahrungsergänzungsmittel. Seealgenmehl, Lachsöl, Lebertran, Grünlippmuschelextrakt, Mineralstoffmischungen – der Markt für Hundesupplemente boomt. Doch braucht ein gebarfter Hund wirklich all diese Zusätze? Oder ist Barfen auch ohne Pulver und Kapseln möglich? Als Anbieter von hochwertigem gefriergetrocknetem Barf wissen wir, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung ist – und welche Rolle Zusätze dabei spielen.

Der Naturansatz: Was frisst ein Wolf?

Um die Frage nach Zusätzen zu beantworten, lohnt sich zunächst ein Blick in die Natur. Ein Wolf im Wald oder ein verwilderter Hund bekommt keine Seealgenkapsel und keinen Löffel Lachsöl ins Futter gemischt. Er jagt ein Beutetier – und frisst es vollständig: Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Haut, Mageninhalt und alles andere. Auf diese Weise nimmt er automatisch alle Nährstoffe auf, die sein Körper benötigt.

In der Theorie wäre BARF ohne Zusätze also möglich – vorausgesetzt, man füttert wirklich das komplette Beutetier. In der Praxis sieht das jedoch anders aus. Denn beim heimischen Barfen greifen wir auf Fleisch aus dem Handel oder vom Metzger zurück – und dort bekommt man selten ein vollständiges Tier inklusive Schilddrüse, Augen und Mageninhalt. Zudem stammt das Fleisch meist aus konventioneller Haltung, was den Nährstoffgehalt erheblich beeinflusst.

Warum Fleisch aus konventioneller Haltung das Problem ist

Der entscheidende Unterschied zwischen einem Beutetier in der Wildnis und dem Fleisch aus dem Supermarkt liegt nicht nur in der Auswahl der Fleischteile, sondern auch in der Qualität. Tiere aus konventioneller Massentierhaltung haben häufig:

  • Einen deutlich geringeren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, weil sie nicht artgerecht gehalten und ernährt wurden
  • Weniger Vitamin D, weil sie kaum Sonnenlicht bekommen
  • Ein ungünstigeres Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6, das stille Entzündungsprozesse im Körper begünstigen kann

Ein Wildbeutetier hingegen lebt draußen, frisst artgerecht und synthetisiert durch Sonneneinstrahlung ausreichend Vitamin D. Sein Fleisch liefert ein viel ausgewogeneres Nährstoffprofil. Das ist auch ein Grund, warum Nordic Barf besonderen Wert auf die Qualität und Herkunft der Rohstoffe legt – zum Beispiel bei unserem Wildfleisch (Hirsch/Reh), das von freilebenden Tieren stammt.

Das fehlende Puzzlestück: Die Schilddrüse und Jod

Eines der häufig übersehenen Probleme beim Barfen ist die Jodversorgung. Im Beutetier wäre dieses Problem gelöst: Die Schilddrüse, die beim vollständigen Verzehr eines Tieres mitgegessen wird, enthält etwa 80 % des im Körper vorhandenen Jods. Beim handelsüblichen Barfen wird die Schilddrüse jedoch in der Regel nicht mitgefüttert – und damit fehlt eine wichtige Jodquelle.

Jod ist essenziell für eine gesunde Schilddrüsenfunktion. Ein langfristiger Jodmangel kann zu veränderter Schilddrüsenaktivität führen, auch wenn Hunde erstaunlich anpassungsfähig sind. Die Lösung: jodhaltige Seealgen. Sie liefern eine natürliche und gut bioverfügbare Jodquelle. Wichtig ist dabei die Dosierung: Zu viel Jod kann die Schilddrüse belasten. Die Menge sollte daher genau berechnet und nicht einfach „nach Gefühl

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