Glossar
Fachbegriffe kurz erklärt. Von A bis Z.
Was steht auf der Packung, wie wird Futter getrocknet, was gehört in eine BARF-Ration? Hier erklären wir dir die Begriffe in wenigen Sätzen.
A
- Alleinfuttermittel
- Futtermittel, das wegen seiner Zusammensetzung allein für die tägliche Ration ausreicht. Ob ein Produkt ein Alleinfuttermittel ist, steht in seiner Deklaration.
- Allergene
- Stoffe, die bei manchen Hunden eine allergische Reaktion auslösen. Bei Futter sind das meist bestimmte Eiweiße. Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie sprich mit deiner Tierarztpraxis.
- Aminosäuren
- Bausteine von Eiweiß. Einige davon kann der Hund nicht selbst bilden. Diese essenziellen Aminosäuren muss er mit dem Futter aufnehmen.
- Analytische Bestandteile
- Teil der Deklaration mit den Gehalten an Nährstoffgruppen in Prozent, etwa Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche und Feuchtigkeit. Du findest sie auf der Packung und auf unseren Produktseiten.
B
- BARF
- Abkürzung für „Bones And Raw Food“: Fütterung mit rohem Fleisch, Innereien und Knochen, oft ergänzt um Gemüse, Obst und Öl. Trockenbarf ist getrocknetes BARF.
- Bioverfügbarkeit
- Anteil eines Nährstoffs, den der Körper aufnehmen und verwerten kann. Er hängt unter anderem von der Zutat, ihrer Verarbeitung und der übrigen Ration ab.
- Blättermagen
- Dritter Abschnitt des Magens von Wiederkäuern wie dem Rind. Im BARF ist er wie der Pansen ein eigener Bestandteil der Ration.
C
- Calcium-Phosphor-Verhältnis
- Verhältnis von Calcium zu Phosphor in der Ration. Muskelfleisch enthält viel Phosphor und wenig Calcium. Bei der Planung einer BARF-Ration achtet man deshalb auf eine passende Calciumquelle.
- Chargennummer
- Nummer auf der Verpackung, über die sich eine Produktionscharge zurückverfolgen lässt. Gib sie bei Rückfragen zu einem Produkt mit an.
D
- Deklaration
- Angaben auf dem Etikett eines Futtermittels, etwa Futterart, Zusammensetzung, analytische Bestandteile und Fütterungsempfehlung. Daran erkennst du, wofür eine Sorte gedacht ist.
E
- Einzelfuttermittel
- Futtermittel aus einer einzelnen Zutat, zum Beispiel reines Muskelfleisch oder Pansen. Es ist ein Baustein im Futterplan und ersetzt keine vollständige Ration.
- Eiweiß (Protein)
- Nährstoff aus Aminosäuren. Im BARF liefern vor allem Fleisch, Innereien und Fisch das Eiweiß. Auf dem Etikett steht der Gehalt als Rohprotein.
- Energiebedarf
- Energiemenge, die ein Hund pro Tag braucht, meist in Kilokalorien angegeben. Sie hängt unter anderem von Gewicht, Lebensphase und Aktivität ab. Unser BARF-Rechner gibt dir eine erste Orientierung.
- Ergänzungsfuttermittel
- Futtermittel, das nur zusammen mit anderen Futtermitteln für die tägliche Ration ausreicht. Womit du es kombinierst, steht in der Fütterungsempfehlung.
F
- FEDIAF
- Europäischer Verband der Heimtierfutterindustrie. Seine Ernährungsrichtlinien beschreiben den Nährstoffbedarf von Hunden und Katzen in verschiedenen Lebensphasen.
- Fleischanteil
- Anteil von Fleisch an einer Rezeptur. Wie viel Fleisch eine Sorte enthält, steht in ihrer Zusammensetzung.
- Frischfleisch-Äquivalent
- Menge an frischem Rohprodukt, aus der eine Menge Trockenbarf entsteht. Das Verhältnis hängt von Sorte und Trocknungsverfahren ab. Steht es im Datenblatt einer Sorte, zeigen wir es auf ihrer Produktseite.
G
- Gefriertrocknung
- Trocknungsverfahren für gefrorene Lebensmittel und Futter: Im Vakuum geht das Eis direkt in Wasserdampf über. Ob eine Sorte gefriergetrocknet oder luftgetrocknet ist, steht auf ihrer Produktseite.
- Getreidefrei
- Futter ohne Getreide wie Weizen, Mais, Reis oder Hafer als Zutat. Ob eine Sorte getreidefrei ist, zeigt ihre Zusammensetzung.
I
- Innereien
- Essbare innere Organe von Schlachttieren, etwa Leber, Niere, Milz oder Lunge. Herz zählt im BARF meist zum Muskelfleisch. Welchen Anteil sie an einer BARF-Ration haben, legt dein Futterplan fest.
K
- Konservierungsstoffe
- Zusatzstoffe, die Futter länger haltbar machen. Ob ein Futter welche enthält, steht in der Deklaration bei den Zusatzstoffen.
L
- Lufttrocknung
- Trocknungsverfahren, bei dem bewegte Luft dem Futter nach und nach Wasser entzieht. Ob eine Sorte luftgetrocknet oder gefriergetrocknet ist, steht auf ihrer Produktseite.
- Lyophilisation
- Fachbegriff für Gefriertrocknung.
M
- Mindesthaltbarkeitsdatum
- Datum auf der Packung, bis zu dem das Futter bei richtiger Lagerung seine Eigenschaften behält. Für geöffnete Packungen gelten die Lagerhinweise auf dem Produkt.
- Mineralstoffe
- Anorganische Nährstoffe. Man unterscheidet Mengenelemente wie Calcium und Phosphor und Spurenelemente wie Eisen, Zink oder Jod. Auf dem Etikett gibt die Rohasche einen Anhaltspunkt für ihren Gesamtgehalt.
- Monoprotein
- Futter mit nur einer tierischen Proteinquelle, zum Beispiel nur Rind. Das erleichtert dir die gezielte Auswahl. Bei Allergien oder einer Ausschlussdiät stimme die Fütterung mit deiner Tierarztpraxis ab.
N
- Nährstoffe
- Bestandteile des Futters, die der Körper aufnimmt und verwertet, etwa Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe.
O
- Omega-3-Fettsäuren
- Mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie stecken zum Beispiel in fettem Seefisch wie Lachs und in Leinöl.
P
- Pansen
- Erster Abschnitt des Magens von Wiederkäuern wie Rind oder Schaf. Im BARF ist er ein eigener Bestandteil der Ration.
- Proteinquelle
- Tierart, von der das Eiweiß im Futter stammt, zum Beispiel Rind, Huhn, Lachs oder Wild. Welche Proteinquellen eine Sorte enthält, steht in ihrer Zusammensetzung.
R
- Rehydrieren
- Getrocknetem Futter vor dem Füttern wieder Wasser zuführen, zum Beispiel durch Einweichen. Wie viel Wasser und wie viel Zeit eine Sorte braucht, steht in ihren Zubereitungshinweisen.
- Rinderschlundfleisch
- Muskelfleisch aus der Speiseröhre des Rindes, auch Rinderschlund genannt. Im BARF zählt es zum Muskelfleisch.
- Rohfütterung
- Fütterung mit nicht erhitzten Zutaten wie rohem Fleisch, Innereien und Knochen. BARF ist eine Form der Rohfütterung.
S
- Sortenrein
- Anderes Wort für Monoprotein: Die tierischen Zutaten stammen von nur einer Tierart.
- Sublimation
- Übergang vom festen direkt in den gasförmigen Zustand, ohne dass der Stoff flüssig wird. Bei der Gefriertrocknung wird so aus Eis direkt Wasserdampf.
T
- Trockenbarf
- Getrocknetes BARF, je nach Sorte gefriergetrocknet oder luftgetrocknet. Es lässt sich ohne Tiefkühlung lagern. Wie du eine Sorte zubereitest, steht auf ihrer Packung.
- Trockensubstanz
- Was von einem Futter übrig bleibt, wenn man das Wasser herausrechnet. Um Futter mit unterschiedlichem Wassergehalt zu vergleichen, rechnet man die Nährstoffe auf die Trockensubstanz um.
U
- Umstellungsphase
- Zeit, in der du schrittweise von einem Futter auf ein anderes wechselst. Beginne mit einer kleinen Menge und beobachte, wie dein Hund das neue Futter annimmt.
V
- Vakuum
- Sehr niedriger Luftdruck in einem luftdicht verschlossenen Raum. Bei der Gefriertrocknung sorgt das Vakuum dafür, dass Eis direkt zu Wasserdampf wird.
- Vitamine
- Organische Nährstoffe, die der Körper in kleinen Mengen braucht. Man unterscheidet fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K und wasserlösliche wie Vitamin C und die B-Vitamine.
W
- Wassergehalt
- Anteil von Wasser im Futter. Steht er auf dem Etikett, heißt er dort Feuchtigkeit. Getrocknetes Futter enthält wenig Wasser und wiegt deshalb weniger als die frische Menge, aus der es entsteht.
- Welpenfutter
- Futter, das auf den Bedarf von Welpen im Wachstum abgestimmt ist. Ob eine Sorte für Welpen geeignet ist, steht in ihrer Fütterungsempfehlung. Bei Fragen zur Fütterung im Wachstum hilft dir deine Tierarztpraxis.
Z
- Zink
- Spurenelement, das der Hund mit dem Futter aufnehmen muss. Es kommt unter anderem in Fleisch und Innereien vor.
Noch etwas offen?
Das Glossar erklärt Begriffe allgemein. Bei Allergien, Unverträglichkeiten oder Erkrankungen sprich mit deiner Tierarztpraxis. Wie du Trockenbarf auswählst und zubereitest, zeigt dir unser Ratgeber.
