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Borreliose beim Hund: Erkennen, Behandeln & Vorbeugen

10. Mai 20266 Min. Lesezeit5.1k Aufrufe
Borreliose beim Hund: Erkennen, Behandeln & Vorbeugen

Kaum wird das Wetter wärmer, beginnt für viele Hundehalter die Sorge um lästige und gefährliche Zecken. Besonders die Borreliose ist eine Erkrankung, die Hundebesitzer kennen sollten – denn sie kann unbehandelt schwerwiegende Folgen haben. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über Borreliose beim Hund: Wie entsteht sie, welche Symptome treten auf, wie wird sie behandelt – und welche Rolle eine gute Ernährung für das Immunsystem deines Hundes spielt.

Was ist Borreliose und wie entsteht sie?

Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch den Stich infizierter Zecken übertragen wird. Der Verursacher ist das Bakterium Borrelia burgdorferi, das im Darm bestimmter Zeckenarten lebt – vor allem im gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus), der in weiten Teilen Europas verbreitet ist.

Nicht jede Zecke trägt Borrelien in sich, und nicht jeder Zeckenbiss führt automatisch zu einer Infektion. Entscheidend ist vor allem, wie lange die Zecke gesaugt hat: Wird sie innerhalb der ersten 16 bis 24 Stunden nach dem Biss entfernt, ist das Infektionsrisiko deutlich geringer. Dennoch solltest du jedes Mal sorgfältig handeln – denn das Risiko ist nie gleich null.

Das Infektionsrisiko variiert auch je nach Region. In waldreichen, feuchten Gebieten – typisch für Skandinavien, Mitteleuropa und viele deutsche Bundesländer – ist die Verbreitung infizierter Zecken höher als in trockenen, offenen Landschaften.

Wie breiten sich Borrelien im Körper des Hundes aus?

Nach dem Zeckenstich gelangen die Borrelien über den Speichel der Zecke in das Blut des Hundes. Dort vermehren sie sich und wandern weiter in verschiedene Gewebe und Organe. Besonders betroffen sind:

  • Gelenke: Borrelien lösen häufig Entzündungen aus, was zu Lahmheit und Schmerzen führt.
  • Nieren: Eine der gefährlichsten Komplikationen ist die sogenannte Lyme-Nephritis, eine schwere Nierenentzündung.
  • Herz und Nervensystem: In seltenen, fortgeschrittenen Fällen können auch diese Organe betroffen sein.

Wird die Borreliose nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann sie in eine chronische Form übergehen, die dauerhaften Schaden an Gelenken und Organen hinterlässt. In besonders schweren Fällen kann die Erkrankung sogar lebensbedrohlich werden.

Symptome der Borreliose beim Hund erkennen

Eine der Tücken der Borreliose ist, dass die Symptome sehr unspezifisch und variabel sind. Sie können bereits wenige Tage nach dem Zeckenbiss auftreten, aber auch erst Wochen oder Monate später. Anders als beim Menschen zeigt sich beim Hund keine typische Rötung um die Bissstelle.

Typische Anzeichen einer Borreliose-Infektion sind:

  • Appetitlosigkeit und allgemeine Lustlosigkeit
  • Fieber, oft wellenförmig wiederkehrend
  • Lahmheit, die wechseln kann – heute das linke, morgen das rechte Bein
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Steifheit nach dem Aufstehen oder nach dem Schlafen
  • Schmerzen beim Berühren der Gelenke
  • Im fortgeschrittenen Stadium: Nierenprobleme wie vermehrtes Trinken und Urinieren, Erbrechen, Gewichtsverlust

Beobachtest du eines oder mehrere dieser Zeichen – besonders nach Aufenthalt in der Natur und nach einem Zeckenbiss – solltest du deinen Hund umgehend beim Tierarzt vorstellen.

Diagnose: So stellt der Tierarzt Borreliose fest

Der Tierarzt kann eine Borreliose-Infektion mithilfe eines Bluttests nachweisen. Dabei werden Antikörper gegen Borrelien im Blut gemessen. Zu beachten ist: Ein positiver Test bedeutet nicht zwingend eine akute Erkrankung – er zeigt lediglich, dass der Hund Kontakt mit Borrelien hatte. Die Kombination aus Testergebnis, klinischen Symptomen und Vorgeschichte ergibt das Gesamtbild.

In manchen Fällen werden weitere Untersuchungen wie Urinanalysen oder Ultraschall der Nieren durchgeführt, um mögliche Organschäden frühzeitig zu erkennen.

Behandlung der Borreliose beim Hund

Ist die Borreliose eindeutig diagnostiziert, erfolgt die Behandlung in der Regel mit Antibiotika – typischerweise über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen. Es ist wichtig, die Behandlung konsequent und ohne Unterbrechung durchzuführen, um eine vollständige Eliminierung der Bakterien zu gewährleisten. Begleitend können Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente gegeben werden, um den Hund zu entlasten.

In schweren Fällen mit Nierenbeteiligung ist möglicherweise ein Krankenhausaufenthalt und eine intensivere Behandlung notwendig. Deshalb gilt: Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser die Heilungschancen.

Vorbeugung: So schützt du deinen Hund vor Zecken und Borreliose

Die beste Strategie gegen Borreliose ist die Prävention. Es gibt verschiedene Ansätze, die sich gut kombinieren lassen:

1. Zeckenschutzmittel

Spot-on-Präparate, Zeckenhalsbänder und Tabletten können das Risiko eines Zeckenbisses deutlich reduzieren. Lass dich von deinem Tierarzt beraten, welches Mittel für deinen Hund am besten geeignet ist.

2. Regelmäßiges Absuchen nach dem Spaziergang

Nach jedem Ausflug in Wiesen, Wälder oder hohes Gras solltest du deinen Hund gründlich auf Zecken untersuchen – besonders an Kopf, Ohren, Achseln, Bauch und zwischen den Zehen. Je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer das Infektionsrisiko.

3. Richtige Zeckenentfernung

Verwende eine Zeckenzange oder einen Zeckenhaken und drehe die Zecke langsam heraus – ohne Quetschen, Drücken oder Auftragen von Öl oder Klebstoff. Direkt nach der Entfernung die Wundstelle desinfizieren und den Hund in den folgenden Wochen im Blick behalten.

4. Impfung gegen Borreliose

Es gibt eine Schutzimpfung gegen Borreliose für Hunde, die besonders für Tiere empfohlen wird, die häufig in zeckenreichen Gebieten unterwegs sind. Sprich mit deinem Tierarzt, ob eine Impfung für deinen Hund sinnvoll ist.

Wie eine starke Immunabwehr deinen Hund schützt

Ein oft unterschätzter Faktor im Schutz vor Infektionskrankheiten ist das Immunsystem des Hundes. Ein gut genährter Hund mit einem starken, gut funktionierenden Immunsystem ist generell besser in der Lage, Krankheitserreger abzuwehren oder besser mit Infektionen umzugehen.

Hier kommt die Ernährung ins Spiel. Bei Nordic Barf setzen wir auf gefriergetrocknetes Barf – eine Fütterungsweise, die sich an der natürlichen Ernährung des Hundes orientiert. Gefriergetrocknet bedeutet: Die wertvollen Nährstoffe, Enzyme und Vitamine bleiben erhalten, ohne dass Konservierungsstoffe oder Zusätze nötig sind.

Besonders immunstärkend sind zum Beispiel:

  • Lachsfilet: Reich an Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und das Immunsystem unterstützen.
  • Rinderleber und Kaninchenleber: Hervorragende Quellen für Vitamin A, B-Vitamine und Spurenelemente wie Eisen und Zink – essenziell für eine gesunde Immunfunktion.
  • Rindermilz: Enthält natürliche bioaktive Peptide und wird in der Nährstoffkunde als besonders immununterstützend angesehen.
  • Grönlandgarnelen und Nordseekrabben: Liefern hochwertiges Protein, Jod und Antioxidantien.
  • Wildfleisch (Hirsch/Reh): Mager, nährstoffreich und besonders gut verträglich – ideal auch für sensible Hunde.

Eine abwechslungsreiche Fütterung mit verschiedenen Proteinquellen sorgt dafür, dass dein Hund ein breites Spektrum an Nährstoffen erhält – und damit das bestmögliche Fundament für eine starke Gesundheit.

Borreliose und Barfen: Was du beachten solltest

Wenn dein Hund bereits an Borreliose erkrankt ist und mit Antibiotika behandelt wird, ist eine leicht verdauliche, nährstoffreiche Ernährung besonders wichtig. Antibiotika können die natürliche Darmflora beeinträchtigen. Eine hochwertige, naturnahe Ernährung – wie gefriergetrocknetes Barf – kann helfen, den Darm und das Immunsystem während und nach der Behandlung zu unterstützen.

Verzichte in dieser Zeit auf schwer verdauliche Komponenten und setze auf gut verträgliche Proteinquellen wie Hühnerfleisch, Kaninchenfleisch oder Lachsfilet. Sprich im Zweifel mit deinem Tierarzt über die optimale Ernährung während der Behandlungsphase.

Fazit: Wachsam sein, aber nicht in Panik verfallen

Borreliose beim Hund ist eine ernsthafte Erkrankung, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte – gleichzeitig ist sie bei rechtzeitiger Erkennung und konsequenter Behandlung gut therapierbar. Mit den richtigen Präventionsmaßnahmen, regelmäßigem Absuchen nach Zecken und einem gesunden, immunstärkenden Fütterungskonzept kannst du das Risiko für deinen Hund deutlich senken.

Als Hundehalter bist du die erste und wichtigste Schutzmauer für dein Tier. Bleib aufmerksam, handle schnell bei Verdacht und vertraue auf eine Ernährung, die deinen Hund von innen heraus stark macht – denn ein gesunder Hund ist die beste Voraussetzung für ein langes, glückliches Leben.

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