Standardversand ab 49 € gratis | Regional bei unseren Partnern hergestellt

Nordic Barf
Gesundheit & Wohlbefinden

Hautauswüchse beim Hund: Was sind sie und was tun?

15. Juni 20268 Min. Lesezeit10.7k Aufrufe
Hautauswüchse beim Hund: Was sind sie und was tun?
Symbolbild: KI-generiert

Hast du kürzlich beim Streicheln deines Hundes eine kleine, weiche Hautwucherung entdeckt und dir Sorgen gemacht? Du bist damit nicht allein. Hautanhängsel – auch Fibrome oder auf Englisch "Skin Tags" genannt – gehören zu den häufigsten gutartigen Hautveränderungen beim Hund. Doch wann sind sie wirklich harmlos, wann solltest du zum Tierarzt und was hat die Ernährung deines Hundes damit zu tun? In diesem Artikel beantworten wir all diese Fragen ausführlich.

Was sind Hautanhängsel beim Hund?

Hautanhängsel sind kleine, weiche Gewebewucherungen, die an einem dünnen Stiel von der Haut herabhängen. Medizinisch werden sie als Akrochordon oder fibroepitheliale Polypen bezeichnet. Sie bestehen hauptsächlich aus Kollagen- und Blutgefäßen und sind von normaler Haut umgeben. Optisch wirken sie oft wie winzige Hautlappen oder kleine Beutel – manchmal hautfarben, manchmal leicht dunkler.

Wichtig zu wissen: Hautanhängsel sind in aller Regel gutartig (benigne) und verursachen deinem Hund keinerlei Schmerzen. Dennoch verdienen sie deine Aufmerksamkeit, da sie manchmal schwer von anderen, ernsteren Hautveränderungen zu unterscheiden sind.

Sind Hautanhängsel beim Hund normal?

Ja, absolut. Hautanhängsel können bei Hunden jeden Alters und jeder Rasse auftreten, sind aber deutlich häufiger bei älteren Hunden anzutreffen. Ähnlich wie beim Menschen sind sie ein relativ alltägliches Phänomen und kein Grund zur Panik. Statistisch gesehen entwickeln viele Hunde im Laufe ihres Lebens mindestens eine solche Hautwucherung.

Trotzdem gilt: Jede neue Veränderung an der Haut deines Hundes sollte beobachtet und im Zweifel tierärztlich abgeklärt werden. Nicht jede Wucherung ist automatisch ein Hautanhängsel – und ein geübtes Auge erkennt den Unterschied.

Warum bekommen Hunde Hautanhängsel?

Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht, aber es gibt mehrere Faktoren, die die Entstehung von Hautanhängseln begünstigen können:

Alter

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Haut von Hunden – sie wird dünner, weniger elastisch und anfälliger für Wucherungen. Deshalb sind Hautanhängsel bei Seniortieren deutlich häufiger als bei jungen Hunden.

Genetik und Rasse

Manche Hunderassen haben eine genetische Veranlagung für bestimmte Hautprobleme. Rassen mit vielen Hautfalten – wie der Shar-Pei oder der Englische Bulldogge – sind tendenziell anfälliger. Auch innerhalb von Rassen ohne Falten gibt es individuelle genetische Unterschiede.

Reibung und mechanische Reizung

Stellen, an denen Haut auf Haut reibt oder dauerhaft mechanischen Reizen ausgesetzt ist – zum Beispiel unter den Achseln, am Hals (durch das Halsband) oder zwischen den Schenkeln – entwickeln häufiger Hautanhängsel. Das Gewebe reagiert auf chronischen Druck und Reibung mit übermäßigem Wachstum.

Übergewicht

Übergewichtige Hunde haben mehr Hautfalten und -kontaktflächen, was Reibung fördert. Hinzu kommt, dass ein zu hohes Körpergewicht den gesamten Organismus belastet und auch die Hautgesundheit negativ beeinflussen kann. Ein gesundes Körpergewicht ist daher ein wichtiger Schutzfaktor – auch gegen Hautanhängsel.

Hormonelle Einflüsse

Hormonelle Veränderungen, wie sie im Zuge von Erkrankungen der Schilddrüse oder der Nebennieren auftreten können, haben ebenfalls Einfluss auf die Hautgesundheit und können Wucherungen begünstigen.

Wie erkenne ich ein Hautanhängsel?

Typische Merkmale eines Hautanhängsels beim Hund sind:

  • Kleine, weiche Gewebewucherung, die an einem dünnen Stiel hängt
  • Oberfläche ist glatt und nicht schuppig
  • Farbe variiert von hautfarben bis leicht bräunlich oder grau
  • Meist unter einem Zentimeter groß
  • Verursacht keine Schmerzen beim Abtasten
  • Wächst nur sehr langsam oder gar nicht

Hautanhängsel können grundsätzlich überall am Körper auftreten, werden aber häufig an folgenden Stellen gefunden: Achselhöhlen, Leistengegend, Hals, Augenlider, Lippen und entlang des Rumpfes.

Wann solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?

Auch wenn die meisten Hautanhängsel harmlos sind, gibt es Situationen, in denen ein Tierarztbesuch dringend empfohlen wird:

  1. Veränderte Wucherung: Wenn das Hautanhängsel plötzlich größer wird, seine Farbe ändert, blutet oder sich entzündet, muss es abgeklärt werden.
  2. Unklare Diagnose: Wenn du dir nicht sicher bist, ob es sich tatsächlich um ein Hautanhängsel handelt und nicht um eine andere Wucherung wie ein Papillom (Warze), Histiozytom, Mastzelltumor oder Lipom.
  3. Ungünstige Lage: Ein Hautanhängsel an einem Ort, wo es leicht gereizt wird – zum Beispiel beim Kratzen, Lecken oder durch das Halsband – sollte tierärztlich bewertet werden.
  4. Mehrere neue Wucherungen auf einmal: Wenn dein Hund innerhalb kurzer Zeit mehrere neue Hautwucherungen entwickelt, ist eine gründliche Untersuchung sinnvoll, um systemische Ursachen auszuschließen.
  5. Verhaltensänderungen: Wenn dein Hund die betroffene Stelle ständig leckt, kratzt oder sich unwohl verhält, deutet das auf eine Reizung hin.

Im Zweifelsfall gilt immer: Lieber einmal zu oft beim Tierarzt nachfragen als einmal zu wenig. Ein erfahrener Tierarzt kann die Wucherung durch Adspektion und bei Bedarf durch eine Feinnadelaspiration oder Biopsie eindeutig einordnen.

Müssen Hautanhängsel entfernt werden?

Die Entscheidung zur Entfernung eines Hautanhängsels sollte immer gemeinsam mit dem Tierarzt getroffen werden. In vielen Fällen ist eine Entfernung nicht notwendig. Folgende Überlegungen spielen dabei eine Rolle:

Kein Handlungsbedarf

Wenn das Hautanhängsel klein ist, sich nicht verändert und deinen Hund nicht stört, kann es in aller Regel beobachtend belassen werden. Eine regelmäßige Kontrolle – zum Beispiel bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung – reicht dann aus.

Entfernung aus Komfortgründen

Sitzt das Hautanhängsel an einer Stelle, die häufig gereizt wird – zum Beispiel dort, wo das Halsband reibt oder beim Grooming –, kann eine Entfernung das Wohlbefinden deines Hundes deutlich verbessern.

Entfernung zur Abklärung

Wenn Zweifel an der Gutartigkeit bestehen, empfiehlt der Tierarzt möglicherweise eine Entfernung mit anschließender histologischer Untersuchung, um sicherzugehen, dass es sich wirklich um ein Fibrom handelt.

Niemals selbst entfernen!

Versuche niemals, ein Hautanhängsel selbst zu entfernen – weder durch Abschneiden, Abbinden noch durch andere Hausmittel. Das Risiko von Infektionen, Blutungen und einer fehlerhaften Diagnose ist viel zu hoch. Nur ein Tierarzt sollte diese Entscheidung treffen und den Eingriff durchführen.

Wie beeinflusst die Ernährung die Hautgesundheit deines Hundes?

Ein Aspekt, der bei der Diskussion über Hautveränderungen oft übersehen wird, ist die Rolle der Ernährung. Eine hochwertige, nährstoffreiche Kost ist eine der wirkungsvollsten Maßnahmen, die du für die langfristige Hautgesundheit deines Hundes ergreifen kannst.

Bei Nordic Barf setzen wir auf gefriergetrocknetes BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter), das alle essenziellen Nährstoffe in natürlicher, hochbioverfügbarer Form liefert. Gefriertrocknung schont die empfindlichen Vitamine, Enzyme und Aminosäuren, die bei der Verarbeitung von Nassfutter oder Trockenfutter häufig verloren gehen.

Wichtige Nährstoffe für die Hautgesundheit

  • Omega-3-Fettsäuren: Sie wirken entzündungshemmend und unterstützen die Barrierefunktion der Haut. Besonders reich daran sind Lachs, Sprotten, Nordseekrabben und Grönlandgarnelen.
  • Zink: Dieses Spurenelement ist essenziell für die Zellteilung und Wundheilung der Haut. Fleisch – insbesondere Rinderpansen, Rinderleber und Rindfleisch – ist eine ausgezeichnete Zinkquelle.
  • Vitamin A: Entscheidend für die Regeneration von Hautzellen. Leber, ob vom Rind, Kaninchen, Pferd oder der Ziege, ist eine der reichhaltigsten natürlichen Vitamin-A-Quellen.
  • Hochwertiges Protein: Aminosäuren sind die Bausteine des Kollagens – dem strukturgebenden Protein der Haut. Eine ausreichende Versorgung mit hochwertigem Fleischprotein sorgt dafür, dass die Haut straff und widerstandsfähig bleibt.
  • B-Vitamine: Insbesondere Biotin (Vitamin B7) spielt eine wichtige Rolle für Haut und Fell. Hühner- und Rinderleber sowie Hühnerherzen sind hier besonders wertvoll.

Nordic Barf Produkte für eine gesunde Hund-Haut

Unser Sortiment bietet eine breite Auswahl an gefriergetrockneten Fleisch- und Fischprodukten, die deinen Hund rundum mit den benötigten Nährstoffen für eine gesunde Haut versorgen:

  • Lachsfilet: Reich an Omega-3-Fettsäuren, ideal für die Entzündungshemmung und Hautpflege von innen.
  • Sprotten: Kleiner Fisch, große Wirkung – vollgepackt mit EPA und DHA für strahlend gesunde Haut und ein glänzendes Fell.
  • Rinderleber & Kaninchenleber: Außergewöhnlich reich an Vitamin A, Zink und B-Vitaminen – ein echter Booster für die Hautregeneration.
  • Hühnerherzen & Rindermilz: Natürliche Quellen für essenziellen Aminosäuren und Spurenelemente, die das Bindegewebe stärken.
  • Rinderknorpel & Hühnerfüße: Liefern natürliches Kollagen und Glucosamin, das nicht nur Gelenken, sondern auch der Hautstruktur zugutekommt.
  • Barf Komplett Taler: Unsere praktischen Kompletttaler kombinieren Fleisch, Pansen und Knorpel – ideal für eine ausgewogene Grundversorgung im BARF-Alltag.
  • Grönlandgarnelen & Nordseekrabben: Reich an Astaxanthin, einem starken Antioxidans, das Hautzellen vor oxidativem Stress schützt.

Gesundes Gewicht als Prävention

Da Übergewicht nachweislich das Risiko für Hautprobleme – einschließlich der Entstehung von Hautanhängseln – erhöht, ist die Fütterung in artgerechter Menge ein wichtiger Teil der Vorsorge. Gefriergetrocknetes BARF hat den Vorteil, dass es durch seinen hohen Nährstoffgehalt sehr sättigend wirkt und die Portionskontrolle leicht fällt. Wenn dein Hund bekommt, was er wirklich braucht – echtes Fleisch, natürliche Fette, essenzielle Vitamine und Mineralstoffe – zeigt sich das nicht nur in einem gesunden Gewicht, sondern auch in einer strahlenden Haut und einem glänzenden Fell.

Fazit: Aufmerksam beobachten, professionell abklären, optimal ernähren

Hautanhängsel beim Hund sind ein häufiges und in den meisten Fällen völlig harmloses Phänomen. Dennoch solltest du als verantwortungsvoller Hundehalter jede neue Hautveränderung im Blick behalten und bei Unsicherheiten tierärztlichen Rat einholen. Niemals solltest du versuchen, Hautanhängsel selbst zu entfernen.

Neben der regelmäßigen Kontrolle beim Tierarzt kannst du aktiv zur Hautgesundheit deines Hundes beitragen – und zwar durch eine hochwertige, artgerechte Ernährung. Mit gefriergetrocknetem BARF von Nordic Barf gibst du deinem Hund alle Nährstoffe, die er für straffe, gesunde Haut und ein widerstandsfähiges Immunsystem benötigt. Denn: Gesundheit kommt von innen – und das gilt genauso für deinen Hund.

Im Artikel erwähnte Produkte

Sieh dir Zutaten, Futterart und Fütterungshinweise direkt beim Produkt an.

Artikel teilen: