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Herzwurm beim Hund: Schutz, Symptome & was Barfer wissen müssen

10. Mai 20266 Min. Lesezeit5.0k Aufrufe
Herzwurm beim Hund: Schutz, Symptome & was Barfer wissen müssen

Herzwurm beim Hund – ein wachsendes Risiko auch in Deutschland

Noch vor einigen Jahren galt der Herzwurm als typisches Problem für Urlaubshunde am Mittelmeer. Doch die Zeiten haben sich geändert: Durch steigende Tiertransporte aus ausländischen Tierheimen, den Klimawandel und häufigere Reisen mit dem Hund in südeuropäische Länder ist der Herzwurm auch in Mitteleuropa ein ernstzunehmendes Thema geworden. Als Hundehalter – ganz besonders wenn du deinen Hund artgerecht mit gefriergetrocknetem BARF ernährst und auf seine Gesundheit achtest – solltest du wissen, womit du es beim Herzwurm zu tun hast, wie du Warnsignale erkennst und wie du vorbeugst.

In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über die beiden relevanten Herzwurmarten beim Hund, ihre Übertragungswege, Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und – ganz wichtig – über präventive Maßnahmen, die du als verantwortungsvoller Hundehalter ergreifen kannst.

Dirofilaria immitis: Der klassische Herzwurm

Dirofilaria immitis ist der bekannteste Herzwurm und gehört zur Familie der Filarien – sogenannte Fadenwürmer. Im ausgewachsenen Zustand können diese Parasiten zwischen 12 und 30 Zentimeter lang werden und siedeln sich bevorzugt in den Herzklappen sowie dem umliegenden Gefäßsystem des Hundes an.

Wie erfolgt die Übertragung?

Die Übertragung von Dirofilaria immitis erfolgt ausschließlich über Stechmücken. Das Prinzip ist simpel und gefährlich zugleich: Eine Mücke sticht einen bereits infizierten Hund und nimmt dabei mikroskopisch kleine Larven – sogenannte Mikrofilarien – auf. Diese reifen in der Mücke über einen Zeitraum von 10 bis 14 Tagen zu infektiösen Larven heran. Beim nächsten Stich werden die Larven auf einen gesunden Hund übertragen.

Im neuen Wirt durchwandern die Larven das Unterhautgewebe, gelangen in den Blutkreislauf und wandern schließlich in die rechte Herzseite sowie in die Lungenarterien. Dort entwickeln sie sich über mehrere Monate zu geschlechtsreifen Würmern – ein Prozess, der bis zu sechs Monate dauern kann, bevor erste Symptome auftreten.

Verbreitung und Risikogebiete

Die klassischen Risikogebiete für Dirofilaria immitis liegen in Südeuropa: Italien, Spanien, Portugal, Frankreich und Griechenland gelten nach wie vor als Hotspots. Aber auch Teile Osteuropas, Ungarn, Rumänien und Bulgarien sind betroffen. Mit dem Klimawandel und der damit verbundenen Ausbreitung von Stechmücken nordwärts steigt das Risiko auch in deutschen Regionen langsam an – vor allem in wärmeren Flussniederungen.

  • Hunde, die Urlaub in Südeuropa machen, tragen ein erhöhtes Risiko
  • Aus dem Ausland adoptierte Hunde können bereits infiziert sein
  • Hunde in Südostdeutschland sind zunehmend einem latenten Risiko ausgesetzt

Symptome eines Herzwurmbefalls

Das Tückische an einem Herzwurmbefall ist, dass die Symptome oft erst spät und schleichend auftreten. Ein leichter Befall bleibt häufig lange unbemerkt. Erst wenn die Wurmlast zunimmt, zeigen sich klinische Zeichen:

  • Anhaltender Husten, besonders nach körperlicher Belastung
  • Schnelle Erschöpfung und reduzierte Ausdauer beim Spaziergang
  • Atemprobleme und Kurzatmigkeit
  • Gewichtsverlust trotz normaler Futteraufnahme
  • Bauchschwellung durch Flüssigkeitsansammlung (Aszites)
  • Ohnmachtsanfälle oder Kollaps im fortgeschrittenen Stadium

Im schlimmsten Fall kann ein unbehandelter Herzwurmbefall für den Hund lebensbedrohlich sein. Eine frühzeitige tierärztliche Diagnose ist daher entscheidend.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose erfolgt über einen Bluttest, der Antigene der weiblichen Herzwürmer nachweist. Ergänzend können Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen eingesetzt werden, um das Ausmaß des Befalls zu beurteilen.

Die Behandlung von Dirofilaria immitis ist komplex, langwierig und mit Risiken verbunden. Sie erfordert den Einsatz spezieller Medikamente, absolute Ruhe für den Hund über mehrere Wochen und engmaschige tierärztliche Kontrollen. Umso wichtiger ist konsequente Prävention.

Angiostrongylus vasorum: Der Französische Herzwurm

Weniger bekannt, aber ebenfalls relevant ist der sogenannte Französische Herzwurm oder Lungenwurm (Angiostrongylus vasorum). Er unterscheidet sich in Größe, Übertragungsweg und Verbreitung deutlich von Dirofilaria immitis.

Größe und Verbreitung

Ausgewachsene Angiostrongylus-vasorum-Würmer werden nur 1,4 bis 2 Zentimeter lang – deutlich kleiner als ihr mediterranes Pendant. Hauptverbreitungsgebiete sind Frankreich und die Schweiz, wobei in den letzten Jahren auch Fälle in anderen europäischen Ländern, darunter Teile Deutschlands, gemeldet wurden.

Übertragungsweg: Schnecken als Zwischenwirt

Anders als Dirofilaria immitis wird der Französische Herzwurm nicht durch Mücken, sondern durch kleine Nacktschnecken oder Schneckchen übertragen, die im Gras oder auf Blättern sitzen. Hunde nehmen diese Zwischenwirte versehentlich auf – beim Schnüffeln im Gras, beim Fressen von Gras oder beim Spielen im Freien.

Im Hund wandern die Larven über den Darm in die Leber und von dort weiter in die Lungenarterien bis in die rechte Herzkammer. In seltenen Einzelfällen können sich die Würmer auch ins Gehirn oder Rückenmark verirren, wo sie ernsthafte neurologische Schäden verursachen können.

Symptome des Französischen Herzwurms

  • Husten und Atemprobleme (ähnlich wie bei Dirofilaria immitis)
  • Blutungsneigung durch gestörte Blutgerinnung
  • Neurologische Symptome wie Koordinationsstörungen (bei Befall von Gehirn oder Rückenmark)
  • Allgemeine Schwäche und Abgeschlagenheit

Behandlung und Prognose

Der Französische Herzwurm ist im Vergleich zu Dirofilaria immitis leichter zu behandeln. Mit geeigneten antiparasitären Mitteln lässt sich der Befall in den meisten Fällen gut therapieren. Dennoch gilt: Je früher die Diagnose, desto besser die Prognose.

Prävention: So schützt du deinen Hund

Der beste Schutz gegen Herzwürmer ist konsequente Vorbeugung. Sprich mit deinem Tierarzt über geeignete Präventionsmaßnahmen, besonders vor Reisen in Risikogebiete.

  • Antiparasitäre Präparate: Es gibt verschiedene Spot-On-Produkte, Tabletten und Injektionen, die gezielt gegen Herzwurmlarven wirken. Lass dich von deinem Tierarzt beraten, welche Methode für deinen Hund am besten geeignet ist.
  • Mückenschutz: Vor Reisen in südeuropäische Länder solltest du deinen Hund aktiv vor Mückenstichen schützen – durch spezielle Repellentien und das Vermeiden von mückenreichen Bereichen in der Dämmerung.
  • Regelmäßige Blutuntersuchungen: Hunde, die regelmäßig in Risikogebiete reisen oder aus dem Ausland adoptiert wurden, sollten mindestens einmal jährlich auf Herzwürmer getestet werden.
  • Vorsicht im Gras: Um den Französischen Herzwurm zu vermeiden, kann es helfen, das Fressverhalten im Gras zu beobachten und zu kontrollieren – auch wenn das nicht immer praktikabel ist.

Herzwurm-Prävention und artgerechte Ernährung: Was hat das miteinander zu tun?

Als Barfer weißt du: Ein gesundes Immunsystem ist die beste Grundlage für Widerstandsfähigkeit. Ein Hund, der artgerecht mit hochwertigem, naturbelassenem Futter versorgt wird, trägt eine starke körperliche Basis in sich. Gefriergetrocknetes BARF wie die Produkte von Nordic Barf liefert deinem Hund alle wichtigen Nährstoffe in bioverfügbarer Form – Proteine, natürliche Fette, Vitamine und Mineralstoffe, ohne Zusatzstoffe, Füllstoffe oder künstliche Konservierungsmittel.

Wichtige Innereien wie Rinderherz, Rinderleber oder Hühnerherzen sind reich an Taurin, B-Vitaminen und Eisen – Nährstoffe, die aktiv zur Herzgesundheit beitragen und das kardiovaskuläre System unterstützen. Ein optimal ernährter Hund kann Infektionen und Parasitenbefall zwar nicht vollständig vermeiden, aber sein Körper ist besser in der Lage, auf Belastungen zu reagieren und Therapien zu überstehen.

Hochwertige Proteinquellen wie Lachsfilet oder Wildfleisch versorgen deinen Hund mit Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und das Immunsystem stärken. Gefriergetrocknet bleiben diese wertvollen Inhaltsstoffe vollständig erhalten – ein klarer Vorteil gegenüber erhitztem oder industriell verarbeitetem Futter.

Zusammenfassung: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Dirofilaria immitis ist der klassische Herzwurm, der über Mücken übertragen wird und vor allem in Südeuropa vorkommt
  • Angiostrongylus vasorum (Französischer Herzwurm) wird über Schnecken übertragen und ist in Frankreich und der Schweiz verbreitet
  • Beide Herzwurmarten können für Hunde ernstzunehmende gesundheitliche Probleme verursachen
  • Regelmäßige tierärztliche Kontrollen und geeignete Präventionsmittel sind der beste Schutz
  • Ein gesundes Immunsystem durch artgerechte, nährstoffreiche Ernährung unterstützt die Widerstandsfähigkeit deines Hundes

Wenn du unsicher bist, ob dein Hund einem erhöhten Herzwurmrisiko ausgesetzt ist, zögere nicht, deinen Tierarzt anzusprechen. Prävention ist hier – wie so oft – die klügere und günstigere Wahl als eine aufwendige Behandlung im Nachhinein. Dein Hund vertraut darauf, dass du für ihn die richtigen Entscheidungen triffst – bei der Ernährung genauso wie beim Parasitenschutz.

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