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Tränende Augen beim Hund: Ursachen, Symptome & was du tun kannst

10. Mai 20266 Min. Lesezeit5.1k Aufrufe
Tränende Augen beim Hund: Ursachen, Symptome & was du tun kannst

Hast du bemerkt, dass dein Hund in letzter Zeit mehr tränt als gewöhnlich? Feuchte Augen, kleine Ablagerungen in den Augenwinkeln oder ein leichter Ausfluss – das kennen viele Hundehalter. Manchmal ist es völlig harmlos, manchmal steckt jedoch mehr dahinter. In diesem Artikel erklären wir dir, welche Ursachen tränende Augen bei Hunden haben können, wann du dir Sorgen machen solltest – und wie die richtige Ernährung dabei helfen kann, die allgemeine Gesundheit und das Immunsystem deines Hundes zu stärken.

Ist es normal, dass Hunde tränende Augen haben?

Kurz gesagt: Ja, gelegentlich schon. Genau wie beim Menschen kann auch bei Hunden eine vorübergehende Reizung der Augen vollkommen normal sein. Wind, Staub, Pollen oder auch schlicht Aufregung nach dem Spaziergang können kurzfristig zu leichtem Tränenfluss führen. Auch nach dem Schlafen kann sich etwas Feuchtigkeit in den Augenwinkeln sammeln – das ist in der Regel kein Anlass zur Sorge.

Problematisch wird es, wenn das Tränen anhaltend oder übermäßig stark ist, oder wenn weitere Symptome dazukommen. Dann sollte der Fall genauer untersucht werden.

Die häufigsten Ursachen für tränende Augen beim Hund

Tränende Augen können viele verschiedene Auslöser haben. Hier sind die häufigsten, die du kennen solltest:

Allergien

Hunde können allergisch auf Umwelteinflüsse wie Pollen, Hausstaub, Schimmel oder bestimmte Nahrungsmittel reagieren. Eine Allergie zeigt sich oft durch tränende oder gerötete Augen, aber auch durch Juckreiz, Pfotenlecken oder Hautprobleme. Besonders im Frühling, wenn die Pollensaison beginnt, häufen sich solche Beschwerden.

Auch eine Futtermittelallergie kann sich in Augensymptomen äußern. Wer seinen Hund mit gefriergetrocknetem Barf füttert, hat den Vorteil, dass die Zutaten klar und transparent sind – so lassen sich potenzielle Auslöser leichter identifizieren und aus dem Speiseplan streichen.

Reizstoffe in der Umgebung

Zigarettenrauch, Reinigungsmittel, Parfüm oder Chemikalien in der Luft können die empfindliche Augenoberfläche des Hundes reizen. Auch Zugluft oder Klimaanlagen können die Augen austrocknen und dadurch paradoxerweise zu vermehrtem Tränenfluss führen.

Infektionen

Eine der häufigsten Ursachen für tränende Augen bei Hunden ist die Bindehautentzündung (Konjunktivitis). Sie kann durch Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst werden und äußert sich neben Tränenfluss oft durch Rötungen, Schwellungen und gelblichen oder grünlichen Ausfluss. In diesem Fall ist ein Tierarztbesuch unbedingt erforderlich.

Rassebedingte Faktoren

Bestimmte Hunderassen sind von Natur aus anfälliger für Augenprobleme:

  • Brachycephale Rassen wie Bulldoggen, Möpse oder Shih Tzus haben flache Gesichter und hervorstehende Augen, die leichter gereizt werden.
  • Langhaarige Rassen wie Malteser oder Yorkshire Terrier haben oft Fell, das in die Augen wächst und dauerhaft Reizungen verursacht.
  • Einige Rassen sind genetisch anfälliger für Erkrankungen wie das Kirschauge (Vorfall der Nickhautdrüse) oder Entropium (nach innen gerolltes Augenlid).

Anatomische Besonderheiten

Manche Hunde haben von Geburt an enge oder verlegte Tränenkanäle, was dazu führt, dass Tränenflüssigkeit nicht richtig abfließen kann und über den Augenrand läuft. Dies zeigt sich oft als bräunliche Verfärbung unter den Augen – besonders bei hellhaarigen Hunden gut sichtbar.

Fremdkörper im Auge

Auf dem Spaziergang kann sich schnell ein Grashalm, Sandkorn oder Insekt im Auge festsetzen. Der Hund reagiert dann mit verstärktem Tränenfluss und möglicherweise Kratzen an den Augen. Achte in solchen Situationen darauf, das Auge sanft mit einer sterilen Kochsalzlösung zu spülen – und suche bei Unsicherheit einen Tierarzt auf.

Trockene Augen (Keratokonjunktivitis sicca)

Klingt widersprüchlich, ist aber eine bekannte Erscheinung: Zu wenig Tränenflüssigkeit regt den Körper dazu an, mehr Tränen zu produzieren – als Schutzreaktion. Das führt dann zu paradox wirkenden tränenden Augen bei gleichzeitig trockenen Augenschleimhäuten. Bestimmte Rassen und ältere Hunde sind besonders betroffen.

Ernsthaftere Erkrankungen

In seltenen Fällen können tränende Augen auf ernstere Gesundheitsprobleme hinweisen, wie etwa Glaukom (erhöhter Augeninnendruck), Hornhautgeschwüre oder in sehr seltenen Fällen Tumore im Augenbereich. Diese Erkrankungen erfordern sofortige tierärztliche Behandlung.

Wann solltest du zum Tierarzt?

Gelegentliches, leichtes Tränen ohne weitere Symptome ist meistens harmlos. Du solltest jedoch zeitnah einen Tierarzt aufsuchen, wenn du folgende Zeichen bemerkst:

  • Anhaltender oder starker Tränenfluss, der sich nicht bessert
  • Rötung des Auges oder der umliegenden Schleimhäute
  • Schwellung im Augenbereich
  • Ausfluss – besonders wenn er gelb, grün oder dickflüssig ist
  • Dein Hund reibt oder kratzt sich wiederholt am Auge
  • Schielen oder Blinzeln auf einem Auge
  • Sichtbare Veränderungen am Auge (Trübung, Verfärbung)

Je früher ein Problem erkannt wird, desto besser sind in der Regel die Behandlungschancen. Zögere also nicht, bei Unsicherheit professionellen Rat einzuholen.

Behandlungsmöglichkeiten bei tränenden Augen

Die Behandlung richtet sich immer nach der Ursache. Hier ein Überblick über gängige Ansätze:

Tierärztliche Diagnose

Der wichtigste erste Schritt ist eine gründliche Untersuchung. Erst wenn die Ursache feststeht, kann gezielt behandelt werden. Versuche nicht, Augentropfen oder Medikamente ohne tierärztliche Empfehlung einzusetzen – das kann mehr schaden als nützen.

Medikamentöse Behandlung

Je nach Befund können Antibiotika, Antihistaminika, antivirale Mittel oder spezielle Augentropfen verschrieben werden. Bei Allergien kann eine langfristige Behandlungsstrategie sinnvoll sein.

Regelmäßige Augenpflege zu Hause

Besonders bei anfälligen Rassen empfiehlt es sich, die Augen regelmäßig mit einer sterilen Kochsalzlösung oder speziellen Augenpflegetüchern zu reinigen. So werden Ablagerungen entfernt und Entzündungen vorgebeugt. Das Fell rund um die Augen sollte regelmäßig gestutzt werden, um Reizungen zu vermeiden.

Umweltanpassungen

Wenn Reizstoffe oder Allergene der Auslöser sind, können Maßnahmen wie Luftreiniger, regelmäßiges Staubsaugen, das Meiden von Rauch oder auch eine Anpassung der Ernährung helfen. Bei Verdacht auf Futtermittelallergie lohnt sich ein genauer Blick auf die Zusammensetzung des Futters.

Operative Eingriffe

Bei anatomischen Problemen wie Entropium, verlegten Tränenkanälen oder Kirschauge ist oft ein chirurgischer Eingriff die beste Lösung. Solche Operationen sind in der modernen Veterinärmedizin gut etabliert und führen in der Regel zu deutlicher Verbesserung.

Wie Ernährung die Augengesundheit beeinflusst

Ein oft unterschätzter Faktor bei der Gesundheit der Augen ist die Ernährung. Ein gut ernährter Hund mit einem starken Immunsystem ist widerstandsfähiger gegenüber Infektionen, Entzündungen und allergischen Reaktionen – also auch gegenüber Augenproblemen.

Bestimmte Nährstoffe sind besonders wertvoll für die Augengesundheit:

  • Omega-3-Fettsäuren (aus Lachs, Sprotten oder Nordseekrabben) wirken entzündungshemmend und unterstützen die Schleimhäute.
  • Vitamin A ist essenziell für die Sehkraft und findet sich in hohen Mengen in Innereien wie Rinderleber, Hühnerleber oder Kaninchenleber.
  • Zink, das in Fleisch und Innereien vorkommt, unterstützt das Immunsystem und trägt zur Zellregeneration bei.
  • Antioxidantien helfen, oxidativen Stress zu reduzieren – auch im Augengewebe.

Bei Nordic Barf setzen wir auf gefriergetrockneten Barf – eine Fütterungsform, die alle wertvollen Nährstoffe des Rohfleisches erhält, ohne die Nachteile von tiefgefrorenem Fleisch (Auftauen, Lagerung, Keime). Unsere Produkte wie Lachsfilet, Sprotten, Rinderleber oder Hühnerleber liefern genau die Nährstoffe, die dein Hund für gesunde Augen, ein starkes Immunsystem und ein glänzendes Fell benötigt.

Wer seinen Hund mit einer abwechslungsreichen, nährstoffreichen Rohkost ernährt, legt damit eine wichtige Grundlage für langfristige Gesundheit – von Kopf bis Pfote. Und dazu gehören auch die Augen.

Fazit: Aufmerksamkeit ist das A und O

Tränende Augen beim Hund sind ein Phänomen, das viele Ursachen haben kann – von völlig harmlos bis behandlungsbedürftig. Als verantwortungsvoller Hundehalter lohnt es sich, die Augen deines Vierbeiners regelmäßig zu beobachten und auf Veränderungen zu achten. Gelegentliches, leichtes Tränen ohne Begleitsymptome ist in der Regel kein Grund zur Sorge. Treten jedoch Rötungen, Schwellungen, Ausfluss oder Verhaltensänderungen hinzu, solltest du nicht lange zögern und einen Tierarzt aufsuchen.

Neben der medizinischen Versorgung kannst du mit einer hochwertigen, ausgewogenen Ernährung aktiv dazu beitragen, das Immunsystem deines Hundes zu stärken und das Risiko für entzündliche Erkrankungen zu senken. Gefriergetrockneter Barf von Nordic Barf ist dabei eine natürliche, nährstoffreiche Wahl – für einen Hund, der nicht nur gut aussieht, sondern auch von innen heraus gesund ist.

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